Pressemitteilung vom 15. Januar 2015:

Pressemitteilung (15. Januar 2015): Demonstration für entschlossenen Antifaschismus und gegen den Naziaufmarsch in Magdeburg – Treffpunkt um 19 Uhr am Hauptbahnhof!

Wie nicht anders zu erwarten, wurde nun doch noch ein Naziaufmarsch direkt am 70. Jahrestag der Bombardierung in Magdeburg angemeldet. Zuvor gab es bereits eine großflächige Propagandaaktion in der Stadt. Rund 1.000 Plakate wurden aufgehangen und verwiesen indirekt auf einen sogenannten „Trauermarsch“ am 16. Januar 2015 in Magdeburg. Antifaschistische und revolutionäre Gruppen aus Sachsen-Anhalt sehen sich damit in ihrer Einschätzung bestätigt, dass es am kommenden Freitag zu größeren Naziaktivitäten kommen wird und halten deshalb an ihrer Demonstration für einen entschlossenen Antifaschismus und gegen den Naziaufmarsch fest.

Ziel der Demonstration ist es, auf die Zustände aufmerksam zu machen denen eine Vielzahl von Menschen in den letzten Jahren rund um den Naziaufmarsch in Magdeburg ausgesetzt waren und noch heute sind. Es soll deutlich gemacht werden, dass wir uns weder von einem entschlossenen Antifaschismus distanzieren noch durch die permanenten Angriffe von Staat und Nazis einschüchtern lassen werden. Darüber hinaus wollen wir mit der Demo möglichst viele Menschen in der Innenstadt von Magdeburg bündeln um entsprechend gegen den angekündigten Naziaufmarsch vorzugehen.

Steffen Winkler, Pressesprecher der Initiative „Entschlossen Handeln“ welche die Demonstration organisiert erklärt dazu: „Ähnlich wie in den Vorjahren ist auch morgen damit zu rechnen, dass die Polizei gegen AntifaschistInnen vorgehen wird die sich den Nazis und deren menschenverachtender Ideologie in den Weg stellen werden. Aus diesem Grund und da die Polizei regelmäßig das Versammlungsgesetz einschränkt, in dem Demonstrationen in eine Art Gefangenentransport verwandelt werden, haben wir die Demo bewusst nicht angemeldet. Dieser Schritt soll keine weitere Eskalation hervor rufen, doch ist dieser aus den Erfahrungen der Vergangenheit notwendig geworfen. Wir sind dazu entschlossen, auch ohne Anmeldung unsere Demonstration in Magdeburg durchzusetzen um auf unser politisches Anliegen aufmerksam zu machen und werden den Nazis nicht die Straße überlassen!“

Treffpunkt für unsere Demonstration wird um 19:00 Uhr am Hauptbahnhof von Magdeburg sein. Von dort aus wird diese über die Hasselbachstraße zur Ernst-Reuter-Allee und von dort aus über den Breiten Weg und Danzstraße zum Domplatz führen.

Pressemitteilung vom 16. Dezember 2014:

Pressemitteilung (16. Dezember 2014): Antifaschistische Demonstration am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs – Entschlossener Widerstand gegen den Naziaufmarsch und die Kriminalisierung linker Politik!

Unter dem Motto „Entschlossener Antifaschismus bleibt legitim und notwendig! Die Angriffe von Staat und Nazis zurückschlagen!“ rufen wir, die Initiative „Entschlossen Handeln“ zu einer antifaschistischen Demonstration am Freitag, den 16. Januar 2015 in Magdeburg auf. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Gruppen und Einzelpersonen aus Sachsen-Anhalt, die sich als Teil der antifaschistischen & revolutionären Linken sehen. Wir organisieren bereits seit 2012 eigenständige Aktionen – an denen sich stets mehrere hundert Menschen beteiligten – gegen den jährlichen Naziaufmarsch in Magdeburg.

Mit der Demonstration wollen wir direkt am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs auf die Straße gehen um zum einen deutlich zu machen, dass antifaschistische Aktionen nicht bei der Verhinderung eines Naziaufmarsches aufhören dürfen sondern sich gegen jedes faschistische sowie nationalistisches Denken und Handeln richten müssen. Zum anderen sehen wir es als notwendig an, auf die staatliche Repression aufmerksam zu machen, der eine Vielzahl von Menschen ausgesetzt ist, weil sie sich u.a. in den letzten Jahren an den Protesten gegen den Aufmarsch der Nazis in Magdeburg beteiligten.

Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass gerade nach der Aufdeckung der „NSU“-Morde und den damit verbundenen Enthüllungen über die Verstrickung zwischen Sicherheitsbehörden und organisierten Nazis, der deutsche Staat weiterhin einen antifaschistischen Protest kriminalisiert. Deshalb und aufgrund einer massiven Einschränkung des Versammlungsrechts, wie wir es während angemeldeter Demonstrationen z.B. in Burg (Sachsen-Anhalt) immer wieder erleben mussten, wird die bevorstehende Demo in Magdeburg bewusst nicht bei den Behörden oder der Polizei angemeldet.

Steffen Winkler, Pressesprecher der Initiative erklärt dazu: „Wer wie die Polizei außerordentliche Mittel in Bewegung setzt um Naziaufmärsche zu ermöglichen, einen antifaschistischen Widerstand kriminalisiert, der sich gegen den Terror der Nazis richtet, welchem fast täglich MigrantInnen und Andersdenkende in Sachsen-Anhalt ausgesetzt sind und dazu noch das Versammlungsgesetz einschränkt, in dem Demonstrationen in eine Art Gefangenentransport verwandelt werden, den werden wir garantiert nicht um Erlaubnis fragen, um unser politisches Anliegen auf die Straße zu tragen!“.

Treffpunkt für unsere Demonstration wird um 19:00 Uhr am Hauptbahnhof von Magdeburg sein, von wo aus wir wenig später durch die Innenstadt gehen werden und schon jetzt die Polizei dazu auffordern, sich deutlich zurückzuhalten. Die genaue Route werden wir in den kommenden Wochen veröffentlichen.