Kämpferischer Start ins Aktionswochenende!

Pres­se­mit­tei­lung (17. Ja­nu­ar 2014): Über 600 Menschen setzen unangemeldete, antifaschistische Demo in Magdeburg durch – Kämpferischer Auftakt gegen den Naziaufmarsch!

Mehr als 600 Menschen sind unserem Aufruf gefolgt, am Vorabend des Naziaufmarsches in Magdeburg mit einer unangemeldeten Demonstration auf die Straße zu gehen. Unter dem Motto „Staat und Nazis – Hand in Hand! Organisiert den Widerstand!“ konnten wir somit auf den Naziterror und staatliche Repression gegen Antifaschist_innen in Sachsen-Anhalt aufmerksam machen.

Die Demo startet kurz nach 18:00 Uhr am Hauptbahnhof und ging über die Ot­to-​von-​Gue­ri­cke-​Stra­ße zum Hasselbachplatz. Auf dem Weg dorthin reihten sich immer mehr Menschen in die Demonstration ein. Über den Breiten Weg, vorbei an den größten Einkaufszentren von Magdeburg, ging es über die Ernst-​Reu­ter-​Al­lee in den linksalternativen Stadtteil Stadtfeld zum Olvenstedter Platz. Dort verwies ein Vertreter unserer „Vorabenddemo-Magdeburg“ Initiative nochmal darauf, es nicht bei dieser Demo zu belassen, sondern morgen gegen den Naziaufmarsch vorzugehen, damit auch dieser bald der Geschichte angehört.

Stef­fen Wink­ler, Pres­se­spre­cher der In­itia­ti­ve, er­klärt dazu: „Es ist uns gelungen in Magdeburg eine kämpferische, antifaschistische Demonstration auf die Straße zu tragen, obwohl wir diese bewusst nicht angemeldet hatten. Grund dafür war und ist, die derzeitige Repression gegen Menschen die sich in Sachsen-Anhalt gegen den Naziterror zur Wehr setzen und die Ereignisse während einer Antifa-Demo im November 2013 in Burg. Die Veranstalter_innen und Teilnehmer_innen wurden dort durch die polizeiliche Maßnahmen massiv kriminalisiert!“

Die heutige Demo bildete somit den Auftakt für die antifaschistischen Aktivitäten gegen den für morgen angekündigten Naziaufmarsch und für weitere, entschlossene Aktionen gegen den Naziterror und staatliche Repression in Sachsen-Anhalt.

Da derzeit nur bekannt ist, dass sich morgen ein Teil der Nazis um 11:00 Uhr am Bahnhof Eichenweiler im nördlichen Magdeburg treffen will und die Route der Faschisten noch nicht fest steht, rufen wir auf an allen Bahnhöfen der Stadt präsent zu sein und sich nicht von der Polizei provozieren zu lassen.

Wir werden unser Ziel, den Naziaufmarsch zu verhindern mit praktischen Aktivitäten morgen in Magdeburg umsetzen und wenn nötig, dies auf allen Ebenen – mit allen Mitteln!

Letzte Informationen für die Demonstration!

Die für morgen, den 17. Januar 2014 geplante antifaschistische Demonstration am Vorabend des Naziaufmarsches in Magdeburg ist weiterhin unangemeldet!

Etwa 100 Meter vom Hauptbahnhof entfernt, vor dem Kino, ist allerdings eine Kundgebung ab 17:00 Uhr angemeldet. Sollte es vor 18:00 Uhr zu Provokationen der Polizei kommen, nutzt diese Kundgebung um euch in der Nähe des Hauptbahnhofs aufzuhalten.

Demonstrationsstart:

Seid pünktlich um 18:00 Uhr auf dem Vorplatz des Magdeburger Hauptbahnhofs. Wenn sich dort eine Demonstration formiert, reiht euch sofort in diese ein und bildet Ketten.

Lasst euch nicht auf Provokationen der Polizei ein und lasst uns eine kämpferische Demonstration durch die Magdeburger Innenstadt durchführen, um auf unsere politischen Inhalte aufmerksam zu machen.

Ermittlungsausschuss (EA):

0151 17787876

Organisierter Zugtreffpunkt in Berlin zur Demo!

Zur gemeinsamen Anreise aus Berlin wird es einen organisierten Zugtreffpunkt geben. Für die Anreise und Demonstration gilt: Kein Alkohol! Keine Drogen!

Fr, 17. Januar 2014 | 15:45 Uhr | Alexanderplatz | Gleis 2
(Abfahrt um 16:03 Uhr, weitere Zusteigemöglichkeiten z.B. Hbf 16:11, Zoo 16:17, Potsdam Hbf 16:38)

Letzte Informationen bekommt ihr am Mittwoch, den 15. Januar 2014 während der Info- & Mobilisierungsveranstaltung in der Bunten Kuh in Berlin. Mehr dazu hier.

Demo in Magdeburg bleibt unangemeldet!

In einer Pressemitteilung vom 07. Januar 2014 machten wir öffentlich, weshalb wir die Demonstration, die unter dem Motto „Staat und Nazis – Hand in Hand!“ steht, bewusst nicht angemeldet haben und es auch nicht vorhaben, dies noch zu tun.

»Auch un­an­ge­mel­de­te De­mons­tra­tio­nen ste­hen unter dem Schutz des Ver­samm­lungs­rechts und eine feh­len­de An­mel­dung ist weder ein Auf­lö­sungs­grund, noch kön­nen Teil­neh­mer des­we­gen straf­recht­lich be­langt wer­den«

Wir werden uns in den nächsten Tagen an dieser Stelle noch etwas ausführlicher dazu äußern, wie wir die Demo gestalten wollen, um die Straße für die Verbreitung unserer politischen Inhalte zu nutzen.

Veranstaltungen im Vorfeld der Demonstration!

In Leipzig, Rostock und Berlin werden wir in der nächsten Zeit Veranstaltungen durchführen, die auf die derzeitige Situation aufmerksam machen, der u.a. Antifaschist_innen in Sachsen-Anhalt ausgesetzt sind. Diese dienen außerdem als Mobiveranstaltungen für die antifaschistische Vorabenddemo am 17. Januar 2014 und die Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch am 18. Januar 2014 in Magdeburg.

02.01.2014 | 20 Uhr | Stö (Stockart­str. 11) | Leipzig
06.01.2014 | 20 Uhr | Cafe Median (Niklotstr. 5/6) | Rostock
15.01.2014 | 20 Uhr | Bunte Kuh (Bernkastelerstr. 78) | Berlin

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